Kontakt

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Email: claudia.kerschbaumer@unileoben.ac.at

 

Schwerpunkte

  • Recycling von refraktärmetallhaltigen Sekundärrohstoffen

 

Ausbildung / Beruflicher Werdegang

 

1997 – 2005

BG/BRG Leoben I / Ausbildungsschwerpunkt Sprachen

2005 – 2011

Bachelorstudium Industrieller Umweltschutz an der Montanuniversität Leoben, mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik und Graduierung zum Bakk.techn.

2011 – 2013

Masterstudium Industrieller Umweltschutz an der Montanuniversität Leoben, mit dem Schwerpunkt Verfahrenstechnik

2013

Graduierung mit Auszeichnung zum Diplomingenieur, Masterarbeit: Sicherheitstechnische Charakterisierung von Stäuben aus mechanischen Abfallaufbereitungsanlagen

2013 – 2015

Projektingenieurin bei BIOS BIOENERGIESYSTEME GmbH, zuständig für die Konzeption und Auslegung sowie technische und wirtschaftliche Bewertung von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen auf Biomassebasis sowie Abwärmerückgewinnung inkl. Stromerzeugung

seit 2015

Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Nichteisenmetallurgie

2018

Promotion mit Auszeichnung zum Doktor der montanistischen Wissenschaften, Thema: Prozessentwicklung für das Recycling von Bohrwerkzeugen der Erdöl- und Erdgasförderung

Dissertation

Titel: Recycling von Bohrköpfen

Ziel des Projekts als ein Teil des „Christian Doppler Labors für Extraktive Metallurgie von Technologiemetallen“ ist es, eine industriell anwendbare und ökonomisch sinnvolle Methode für das Recycling von Bohrköpfen aus der erdöl- und erdgasfördernden Industrie zu entwickeln. Die PDC-Krone des Bohrkopfes, wie in Abbildung 1 dargestellt, besteht aus einer Mischung von Wolframschmelzkarbid und Wolframmonokarbid, welches mit einer komplexen Bindelegierung aus Kupfer, Mangan, Nickel und Zink infiltriert ist.

Bohrkopf

Abbildung 1: Bohrkopf mit einer Krone aus infiltriertem Wolframkarbid
und polykristallinen Diamantschneidern (PDC) (Quelle: http://www.globaltungsten.com)

Für die effiziente Wiedergewinnung sowohl des Wolframkarbids als auch der Bindemetalle sollen drei Verfahrensansätze untersucht werden. Zuerst wird die selektive Laugung der Bindephase mit unterschiedlichen Reagenzien und bei variierenden Betriebsbedingungen erforscht. Eine weitere Methode der gezielten Auflösung der Bindematrix, bei welcher das Wolframkarbid chemisch intakt bleibt, ist die elektrochemische selektive Laugung. Die dritte Variante zählt zum indirekten Recycling, bei welchem es zusätzlich zur Auflösung der Bindematrix auch zu einer chemischen Umwandlung des Wolframkarbids kommt.

Veröffentlichungen

  • Ebner T., C. Kerschbaumer, G. Kücher, S. Luidold, C. Storf, C. Czettl, T. Wolfe und A. Smith: Ausgangsbedingungen und Verfahren für das Recycling von Wolframkarbid-Verbundwerkstoffen. Österreichische Wasser- und Abfallwirtschaft (2017), 69, 11–12, 482–494
  • Kerschbaumer C., S. Luidold, T. Wolfe und A. Smith: Leaching behavior of hard metals used in drilling industry. Proceedings of European Metallurgical Conference (2017), Leipzig, Deutschland, 171–186
  • Kerschbaumer C., S. Luidold, T. Wolfe und A. Smith: Leaching kinetics for semi-direct recycling of drill bits. Proceeding 19th Plansee Seminar (2017), Reutte, Österreich, RC3

Vorträge

  • Kerschbaumer C.: Entwicklung eines semidirekten Verfahrens für das Recycling von Bohrkronen. Fachausschuss für Sondermetalle der GDMB, Gelnhausen, 2018
  • Kerschbaumer C.: Leaching Behavior of Hard Metals used in Drilling Industry. European Metallurgical Conference, Leipzig, Deutschland, 2017
  • Kerschbaumer C.: Leaching kinetics for semi-direct recycling of drill bits. 19th Plansee Seminar, Reutte, Österreich, 2017

Poster

  • Kerschbaumer C.: Recycling von Bohrkronen. WerWasWo.Forschung@MUL, Leoben, Österreich, 2017