Dipl.-Ing.

Stefan Tichy

Schwerpunkte

• Reduktion von CO2-Emissionen in der Aluminiumsekundärindustrie
• Auswirkungen der Atmosphäre auf den Produktionsprozess von sekundären Aluminiumlegierungen

Kontakt

Ausbildung / Beruflicher Werdegang

2004–2012Gymnasium Kollegium Kalksburg
2013–2019Bachelorstudium Metallurgie an der Montanuniversität Leoben und Graduierung zum BSc (Bachelor of Science)
2019–2021Masterstudium Metallurgie an der Montanuniversität Leoben mit den Schwerpunkten Nichteisenmetallurgie und Eisen- und Stahlmetallurgie
2021Graduierung zum Diplomingenieur
Thema: Entwicklung eines Versuchsaufbaus für Feuerfestmaterial aus Platingruppenmetall-Schmelzöfen
seit 2021Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Nichteisenmetallurgie

Dissertation

Titel: Einfluss der Ofenatmosphäre von Schmelz- und Warmhalteprozessen auf die Schmelzequalität und Krätzebildung von Aluminiumlegierungen

Um das Ziel der Klimaneutralität bis 2040 erreichen zu können sind tiefgreifende Veränderungen in diversen industriellen Prozessen erforderlich. Dazu zählt auch die schrittweise Dekarbonisierung einer Vielzahl brennstoffbeheizter Öfen, wo aktuell zumeist Erdgas als Energieträger verwendet wird. Als Alternativen bieten sich hier elektrische Energie und Wasserstoff an. Der Einsatz dieser beiden Technologien ist mit heutigem Stand der Technik allerdings noch mit einigen Herausforderungen verbunden. So führt eine alternative Beheizung immer zu einer Veränderung der Atmosphäre in den Aggregaten. Anstelle von CO₂ ist bei Verwendung von Wasserstoff mit erhöhten Wasserdampfpartialdrücken zu rechnen. Zusätzlich besitzt Wasserstoff eine hohe Löslichkeit in flüssigem Aluminium, was in weiterer Folge die Produktqualität drastisch beeinflussen kann. Bisher unerforscht sind auch die Auswirkungen auf die Krätzebildung, wobei davon auszugehen ist, dass die Menge dieses anfallenden Reststoffes zunehmen wird.

Im Rahmen der Forschungsarbeit sollen die Prozesse unter veränderter Ofenatmosphäre simuliert und untersucht werden. Das dadurch generierte Wissen stellt die Basis für eine spätere Umrüstung der industriellen Anlagen dar.